Während wir in den Vorjahren um 15 Tonnen Äpfel geerntet haben, waren es im Jahr 2017 klägliche vier Tonnen. In Brandenburg erwartet man eine Ernte von 18.000 Tonnen, im Vorjahr waren es noch knapp 29.000 Tonnen. Äpfel sind in Brandenburg das Obst Nummer 1, auf 873 Hektar stehen Apfelbäume, 232 Hektar davon werden biologisch bewirtschaftet. Dabei sieht es im konventionellen Anbau noch geringfügig besser aus, denn die magere Ernte wirkt sich vor allem auf die regionale und Bio-Saftherstellung aus. Die Safterzeuger müssen Äpfel hinzukaufen, was nicht nur zu einem Preisanstieg führen kann, sondern mitunter auch problematisch beim „Regional“-Aufdruck wird. Einige Erzeuger haben derzeit noch Reserven aus dem Vorjahr, aber die geringen Mengen an produziertem Bio-Apfelsaft werden wahrscheinlich nicht bis zur nächsten Ernte reichen.

So bleibt die Hoffnung, dass im nächsten Jahr die Frostkapriolen in der Blütezeit der Obstbäume ausbleiben und ausreichend Insekten fliegen.