Naturhof Malchow

 

Die Geschichte des Naturhofs Malchow begann 1991 auf dem Gelände eines ehemaligen märkischen Bauernhofes (drei Wirtschaftsgebäude, ein Wohngebäude), der in seiner wechselvollen Geschichte zuletzt als Kfz-Werkstatt für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR zweckentfremdet genutzt wurde.
1992 wurde der Förderverein Naturschutz-
station Malchow e.V. gegründet. In seinem Statut steht die Umweltbildung in naturnahen Räumen und Installationen im Mittelpunkt. Fortan erfolgten die Veränderungen auf dem Gelände und an den Gebäuden in diesem Zusammenhang.
Aus alten Stallungen entstanden in den 1990er Jahren eine Ausstellungshalle mit Anschauungs- und Lehrmaterial, aus versiegelten Flächen ein Erlebnisgarten mit vielfältigen Lebensräumen und Beobachtungsmöglichkeiten, aus einem Küchentrakt das Storchencafé und aus einem Kühlraum ein Süßwasseraquarium mit heimischen Fischarten.
Durch die Bereitstellung von Stiftungsmitteln begann ab 2009 der Aus- und Umbau der maroden alten Scheune. Die  Eröffnung der Ersten Berliner Naturscheune am 10. Juni 2011 stellte eine wichtige Etappe in der Sanierung der denkmalgeschützten Bauten dar.

Der wachsende Zustrom an Besuchern und Interessierten machten weitere Veränderungen und eine Modernisierung des unter Denkmalschutz stehenden Bauernhofes mit seinen um 1900 errichteten Gebäuden dringend erforderlich. Mit dem Ziel der Erhaltung des kulturellen Erbes in ländlichen Teilregionen Berlins wurde das Projekt mit Mitteln aus dem EU-Agrarfonds ELER sowie Mitteln des Landes Berlin unterstützt. Im Sommer 2015 waren die Sanierungsarbeiten beendet – die Ergebnisse sprechen für sich: Das Gesamtensemble der Hofstelle hat eine deutliche Aufwertung erfahren, sei es durch die Freilegung des historischen Pflasters und der Klinkerfassaden oder durch eingelassene Oberlichtfenster, die Licht durchflutete Seminarräume entstehen ließen.
Am 16. Oktober 2015 wurde auf dem Naturhof Malchow offiziell das Ende der denkmalgerechten Sanierungsarbeiten und damit die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten gefeiert.
Die Besucher des Naturhofes Malchow erleben ein Refugium für Erholungssuchende, naturverbundene Großstadtmenschen, die hier Tiere und Pflanzen beobachten oder einfach die Seele baumeln lassen können. Ein Höhepunkt ist dabei die Beobachtung von zwei der insgesamt nur drei in Berlin brütenden Storchenpaare. Per Videokamera ist ein direkter Blick in eines der Storchennester möglich; die Bilder erscheinen großformatig auf einem TV-Gerät im Storchencafé.
Im NaturHofladen werden ökologisch hergestellte Produkte angeboten wie z.B. Bio-Fleisch von Robustrindern, naturbelassener Fruchtsaft aus Früchten von Streuobstwiesen, Honig und Honigprodukte und vieles, vieles mehr.
Das Storchencafé bietet von Mittwoch-Sonntag ein reichhaltiges Angebot an Kaffee und Kuchen, regionalen und saisonalen Gerichten mit biozertifizierten Produkten.

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